Wissenschaft

64.000 Unterschriften

Bündnis gegen Dauerbefristung in der Wissenschaft übergibt 64.000 Unterschriften an Bundestags-Ausschussvorsitzenden am Mittwoch, 12. Juni, um 13 Uhr, in Berlin
11.06.2024
Weiterbildung

Fast neun von zehn wissenschaftlichen Angestellten an Universitäten sind befristet beschäftigt, 42 Prozent der Arbeitsverträge haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Ermöglicht wird diese Befristungspraxis durch das Wissenschaftszeitvertragsgesetz, kurz: WissZeitVG.

Um die Planbarkeit einer wissenschaftlichen Karriere zu verbessern hatte die Ampelkoalition eine Reform des Gesetzes angekündigt. Seit März 2024 liegt der Regierungsentwurf für die zweite Novelle des WissZeitVG vor, der im Juni in erster Lesung im Bundestag beraten werden soll.

Betroffene Wissenschaftler*innen kritisieren diesen Entwurf scharf. Unter dem Titel „Stoppt die Dauerbefristung in der Wissenschaft“ haben 18 Organisationen, die für die betroffenen Wissenschaftler*innen und Studierende sprechen, in einer WeAct-Petition Forderungen für eine grundlegende Reform des WissZeitVG formuliert. Hierzu zählen insbesondere verbindliche Entfristungsvereinbarungen für promovierte Wissenschaftler*innen, Dauerstellen für Daueraufgaben, realistische Vertragslaufzeiten für Doktorand*innen (in der Regel sechs, mindestens aber vier Jahre).

Rund 65.000 Menschen unterstützen bislang diese Forderungen!

Am 12. Juni 2024 wird um 13 Uhr die Petition dem Vorsitzenden des Bundestags-Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, Kai Gehring, übergeben.

Erwartet wird eine Beteiligung von 50 bis 100 Personen, die zum Zeichen, dass sie stellvertretend für alle betroffenen Wissenschaftlicher*innen stehen, das Konterfei von #IchBinHanna als Maske tragen und ihren Protest gegen die von der Bundesregierung vorgelegte Novelle des WissZeitVG vortragen.

Vertreter*innen des Bündnisses werden vor Ort anwesend sein und für Fragen zur Verfügung stehen.

 

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